Grimm Audio

Grimm Audio steht für die Vereinigung der Kompetenzen von vier Experten auf ihrem jeweiligen Gebiet: ein Recording Enineer, ein Röhrenguru, ein High-End Audio Berater und ein Experte für Digitaltechnik schlossen sich zusammen, um Ihr Wissen zu einzigartigen Produkten zusammenzuführen. Es geht dabei vorwiegend um den Studioanwender, der höchte Genauigkeit und Verlässlichkeit für seine Arbeit braucht. Für uns Musikgenießer gibt es aber zwei Geräte aus dem Grimm Audio Programm, die nicht nur sinnvoll sind, sondern bestechend weit vorn liegen im Rennen um die zukunftsträchtigsten Technologien. fot_cc1_hifiZum einen wäre dies die Clock CC-1, die als fester Bestandteil aller derzeit von uns empfohlenen hochwertigen Digitalketten zum Einsatz kommt und die in nie dagewesener Art praktisch jede digitale Quelle auf ein Klangniveau bringt, das man vor einigen Jahren nur den teuersten Playern zugetraut hätte.

grimm_ls1Noch eine ganze Ecke innovativer geht es im Lautsprecher LS-1 zu: hier vereint sich alles, was Grimm Audio zum Thema Schallwandlung beizutragen hat in einer sehr kompakten und hochintelligenten Einheit. Ein aktives 2-Wege Design mit DSP Frequenzweichen und Korrektur. Extrem akkurat in Frequenzgang und Impulsantwort, minimum phase, kein pre-echo. Ein geschlossenes Gehäuse für kontrollierten Bassbereich sowie eine breite Schallfront für kontrolliertes Abstrahlverhalten bis hinunter zu 250Hz. Digitale und analoge Eingänge – MIDI I/O – Daisy-chainable. Simple Subwoofer Integration mit einstellbarer Übergangsfrequenz und baffle step Korrektur. Kompatibel zu allen Sampleraten zwischen 32kHz und 192kHz. Der Grimm LS1 resultiert aus der Erforschung der vorherrschenden Meinung das ein Lautsprecher präzise sein kann oder musikalisch, aber selten beides vereint. Die erste Erkenntnis war, dass strategisch (oder zufällig) platzierte dips im Frequenzverlauf vom Hörer als gesteigerte “Präzision” empfunden werden, während sie in der Wirklichkeit davon weit entfernt sind. Obwohl klanglich oft “beeindruckend” steht dieser Charakter im Widerspruch zur Musikalität. Man versucht bei der Arbeit mit solchen Lautsprechern eine Färbung im Klangbild durch eine weitere Färbung zu bekämpfen. Dies ist die Grundursache wenn ein Mix sich nicht vorhersehbar “nach draußen” überträgt. Schnell wurde klar, dass konsequent gemessene Präzision auf jeden Fall der wahrgenommenen Musikalität dienlich ist, während sie gleichzeitig beispiellos detailliert ist. Ein sicheres Zeichen für wahre Genauigkeit ist ein Lautsprecher der gleich gut funktioniert für tracking, mixing, mastering als auch für zu Hause.

Akustik

Vom akustischen Design geht der LS1 zurück zu den theoretischen Grundlagen der 30er und 40er Jahre, das Gehäuse ist flach aber breit. Die geringe Gehäusetiefe verschiebt die dominante Resonanzfrequenz merklich über die crossover Frequenz, was bereits deutlich die “boxiness” reduziert bevor überhaupt eine DSP Korrektur ins Spiel kommt. Die breite Schallwand verschiebt die “baffle step” Frequenz hinunter zu ca. 250Hz, was für ein konsistentes Abstrahlverhalten (auch im Bezug auf Nachhallverhalten des Raumes) im gesamten Mittenspektrum sorgt. Die gefürchteten Beugeeffekte an den Gehäusekanten bei einer breiten Schallfront lassen sich simpel bekämpfen, in dem man die Kanten zu Halbzylindern abrundet. Das Gehäusedesign sorgt dafür, dass die verbleibenden Abweichungen über einen weiten Hörbereich gleichmäßig sind, wodurch sie sich leicht durch den DSP korrigieren lassen. Der Tieftöner ist langhubig und erlaubt genügend Output bis hinunter zu 40Hz. Der Hochtöner hat außergewöhnlich geringe Verzerrungen bei mittleren Frequenzen, was eine niedrige Übergangsfrequenz erlaubt und so eine gute vertikale Abstrahlung möglich macht.

DSP

Die Rolle der DSP Frequenzweiche ist zugleich entscheidend aber durchaus gering. Dank des Gehäusedesigns werden nur wenige minimum phase IIR Korrekturen mit niedrigem Q benötigt um Amplitudenverlauf und Phasengang zu linearisieren. Korrektur und Frequenzweiche wurden basierend auf einer Vielzahl von close-up und Nahfeld Messungen von Hand eingestellt; automatisierte Algorithmen haben keine Möglichkeit tatsächliche Abweichungen von Messfehlern zu unterscheiden, egal wie gut der schalltote Raum sein mag. Die Summenantwort wird schließlich phasenkorrigiert um ein minimum phase Ergebnis zu erreichen, aber Latenz und Pre-Echo einer linear phase Korrektur zu vermeiden. Die Messung der Sprungantwort bestätigt die Effektivität dieser Strategie.

Elektronik

Digitale Eingangssignale werden von einem ASRC circuit re-clocked, der auf dem gleichen Oscillator basiert, wie die Grimm CC1 Clock. Die AD/DA Wandlung geschieht in 24bit bei 187kHz, einer ungewöhnlichen aber wohlüberlegten Frequenzwahl die jegliche Vielfache der üblichen Audio-Sampleraten vermeidet. Der DSP ist eine 48-bit Variante mit 76-bit Akkumulator. Das Output-Signal des D/A Wandlers wird direkt auf ein Paar 120W “nCore” high-efficiency amplifiers geführt, so verdrahtet dass das Feedback direkt von der Schwingspule abgegriffen wird, anstatt vom Verstärkerausgang. Die Antwort warum der LS1 so aussieht, wie er aussieht kennen Sie nun. Warum andere 2-Wege Speaker so anders aussehen ist uns, ehrlich gesagt, auch ein Rätsel.

Technische Daten

  • Untere Grenzfrequenz einstellbar von 35Hz bis 100Hz, Q=0.7 or 0.5
  • Abweichung von der Minimalphasigkeit: +/-2º
  • Verstärkerleistung: 2×120W
  • Maximaler Schalldruck: 109dB/1m (
SNR: 114dB) (unweighted)
  • Frequenzweiche: 1.2kHz Linkwitz-Riley 4. Ordnung, sum corrected to minimum phase.
  • Latency: 2ms
  • Internal volume: 16 litres
  • Height: 1450mm, 1150mm available on demand.
  • Width, depth: 520mm x 160mm
  • Frequenzgang: 55Hz-22kHz +/-0.5dB. 45Hz-30kHz -3dB.

Bilder